[REZENSION] Küss mich unterm Nordlicht - Joanna Wolfe

Samstag, 2. Januar 2016


Seit dem Tod ihrer Mutter betreibt die achtzehnjährige Jenny mit ihrem Vater eine Lodge in Alaska und hilft bei der Husky-Zucht. Sie will unbedingt in die Fußstapfen ihrer Mutter treten und an dem legendären Iditarod-Hundeschlittenrennen teilnehmen. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Mike, der in der Lodge zu Gast ist, unternimmt sie Touren durch Schnee und Eis, aber sie geraten in große Gefahr, als sie militanten Umweltschützern in die Quere kommen ...



Jenny blieb verwundert auf den Kufen stehen, 

als sie den Schlitten vor der heimatlichen Lodge bremste.





Dieses Buch war mein letztes Buch im Jahre 2015 und es hat hervorragend zur Jahreszeit gepasst. Eingekuschelt in meiner Decke, saß ich auf der Couch, habe meinen Tee getrunken und begonnen, dieses Buch zu lesen!

Es handelt von Jenny, die zu Hause bei ihrem Vater wohnt und geblieben ist, weil dieser noch zu sehr um seine Frau trauert und sie sich um ihn sorgt. Es geht um Huskys und Hunderennen, um Alaska und seine Wildnis, die Natur, die Liebe und den Ölabbau in Alaska, um viel Geld, Proteste und Konzerne, die nur auf Profit aus sind. Ja, das war das Problem mit diesem Buch: Es war nichts Halbes und nichts Ganzes, zu viel von allem und zu wenig von einzelnen Dingen.

Jenny ist eine tolle Protagonistin und auch das Thema war spannend - bis zu einem gewissen Punkt. Am meisten gestört hat mich wohl, dass Jenny auf gefühlt jeder 5. Seite einen Monolog für ihre Hunde geführt hat, während die ihr Futter bekommen haben. Es war nervtötend. Versteht mich nicht falsch: ich liebe Tiere, wir haben selbst Katzen und Hunde.. sogar einen Husky ;) mit dem unterhalte ich mich auch ständig und ich glaube, er denkt, ich hab einen an der Klatsche^^ Aber sowas will man eben nicht lesen.. nicht immer und immer wieder! Ein Mal ist toll, zwei Mal okay... usw.

Das Thema Ölkonzern hat doch einen großen Platz eingenommen. Es wurde im Prinzip ein Mixbuch erstellt aus "wichtige Informationen über Alaska und Schlittenrennen" & "Ölabbau in Alaska - Vorteile, Nachteile, Probleme". Gemischt wurde das mit einer jugendlichen Sprache, ziemlich flachen Charakteren und einem Hauptprotagonisten zum Haare raufen! Mike ist so.. OMG... NERVTÖTEND! Er soll 18 Jahre alt sein, ich musste es nachlesen, denn ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl er wäre 12. Er war nicht sympathisch, zu still, zu sehr Diva und Zicke. Er hatte keine Tiefe. Leider kein Bookboyfriend für mich :( Die Lovestory war auch ziemlich flach und wie sie zu Stande kam ist mir immer noch schleierhaft. Das ging zu schnell und klang ziemlich erzwungen. 

Oh Gott, es tut mir so leid! Ich habe das Buch zu Ende gelesen und es war nicht so schlecht, wie es hier klingt, aber all das hat beim Lesen sehr genervt. Es ist ein kurzweiliges Buch, dass sich schnell lesen lässt, aber das einfach zu viel vermischt und thematisiert. Die Spannung und die große GEFAHR, die im Klappentext beschrieben wird.. Tja, die beginnen dann ca. 60 Seiten vor Ende^^

Ein Buch, das man lesen kann, von dem ich aber einfach zu viel erwartet habe! Zu viel von der Liebesgeschichte und viel mehr Spannung. Die Beschreibung Alaskas war toll und ist ein eindeutiger Pluspunkt. Man merkt, dass die Autorin sich in allen beschriebenen Gebieten fabelhaft auskennt, aber es war ZU VIEL!!!




FAZIT

Ein tolles Cover, tolle Landschaftsbeschreibungen Alaskas, gepaart mit einer weit hergeholten Liebesgeschichte, einem nervigen Hauptprotagonisten, etwas Politik und einer selten richtig spannenden Geschichte, die man trotzdem recht schnell und entspannt lesen konnte.


Kommentare:

  1. Hei!

    Danke für diese sehr ehrliche Rezension! Das sind immer die besten.
    "Küss mich unterm Nordlicht" stand eigentlich auf meiner Wunschliste, aber mit deiner Rezi hast du mich nachdenklich gemacht. Mal sehen, ob es einen Platz im Regal findet oder ich es irgendwo günstiger bestellen kann.

    Ganz viele liebe Grüße,
    Michelle ☼♥ walkingaboutrainbows.blogspot.de

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  2. Hey Ava :)
    Tja, mir ging's genauso :D
    Es war so viel auf einmal, und Mike ... Ich hätt ihn echt an die Wand klatschen können :DD

    LG ♥
    Anna

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  3. Hallo ihr Lieben!

    Danke euch!
    @Anna: Ich bin froh, dass es nicht nur mir so ging! Sowas passiert mir echt nicht oft, aber bei diesem Buch leider schon. Ich denke, alles wäre nur halb so schlimm gewesen, wenn denn wenigstens Mike ein toller, charakterstarker Protagonist gewesen wäre... :D naja!
    An @Rainbow: Du solltest es trotzdem lesen, wenn du mal Zeit hast, Geschmäcker sind ja verschieden ;) Versuch doch, es bei cbt direkt als Rezensionsexemplar anzufordern?! Das klappt bestimmt. Wenn du Fragen hast: https://www.facebook.com/Avas-Bookwonderland-1016979288342137/ schreib mir hier! :)

    LG <3

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  4. Huhu,

    so ging es mir leider auch. Mich haben die ständigen Unterhaltungen mit den Hunden beim Füttern auch sehr genervt. Ich habe auch Tiere (Katzen) und rede mit ihnen, aber in einem Buch will ich das nicht 2.000 Mal lesen. Auch die Liebe mit dem Protagonisten fand ich etwas überzogen. Da sagt er nach ca. 4 Tagen kennen lernen "Ich liebe dich". Allein das war schon recht unglaubwürdig. Die ganze Beziehung war einfach nicht zu glauben und ging viel zu schnell. Was ich mir noch gewünscht hätte wäre, dass vielleicht der Epilog zum Hundeschlittenrennen gleitet und man sie durch die Ziellinie fahren "sieht". Immerhin wird über dieses Rennen jede zweite Seite geredet und dann taucht es noch nicht mal auf *määäh* Das war bisher eins der schlechtesten Bücher, die ich gelesen habe. Null Spannung, unglaubwürdige Charaktere, deren Beziehung und dass scheinbar alles ihnen in die Hände spielte. Kaum ist was passiert wussten sie, dass es nur der und der sein kann.

    Danke für deine Rezension :)

    Liebe Grüße
    Jenny

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