Jeder hat sein Päckchen zu tragen - und was das mit Büchern zu tun hat!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Das hier wird kein normaler Post, keine Rezension oder Buchempfehlung, nein, das wird ein Blogbeitrag über das Leben und trotzdem auch über Bücher 💙 Es geht darum, dass wir alle unser Päckchen zu tragen haben. Dass wir alle etwas in uns tragen, das viele nicht kennen, nicht wissen oder verstehen...

Heute habe ich geweint... 



Ja, das gebe ich zu. Zu weinen ist nichts Schlimmes, manchmal traurig zu sein, keine Schwäche. Wollt ihr wissen wieso? Weil ich dieses Bild auf Facebook sah: Die Funko-Pop Figuren von Susi & Strolch. Ich sehe die Fragezeichen über eurem Kopf. Ihr fragt euch warum? Oder ihr sagt einfach gleich: Wie kann man wegen solcher Figuren weinen? Ja, viel schlimmer als die Frage nach dem Warum ist wohl, das viele diese Frage nicht mehr stellen, sondern gleich urteilen.

Aber ich erzähle euch eine Geschichte: 
Als ich vier Jahre alt war, schenkte mein Papa mir eine Katze zum Geburtstag. Wir waren schon immer eine sehr tierverrückte Familie. Mein Papa wollte eigentlich nur mit einer Katze nach Hause kommen, aber er brachte zwei mit. Geschwister, eine Katze und einen Kater. Der Kater war graugetigert, die Katze war eine Glückskatze, eine Schildpatt. Mein Papa setzte die zwei zu mir und sofort kroch die Katze auf meinen Schoß. Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen. Der Kater blieb bei meinen Papa, der mich lächelnd ansah und fragte: Wie wollen wir sie nennen? Und ich strahlte zurück und sagte: Susi und Strolch! 
Das war mein Lieblingsfilm von Walt Disney...  

Ich habe früh gelernt, dass Katzen sich ihre Bezugspersonen selbst suchen. Susi war ab da immer bei mir. Es gibt unzählige Fotos, auf denen ich schlafe und sie bei mir liegt. Sie war immer da. Sie wuchs mit mir auf, wir teilten in Freundschaft und Liebe alles: das Bett, das Essen, die Decke, die Couch... sie brachte mich zum Bus, wenn ich zur Schule musste und holte mich ab, sie schlief immer, jede Nacht bei mir, zu meinen Füßen oder, wenn ich krank war, unter der Decke an meinem Bauch, sie hat mich nie gekratzt, nicht einmal, nur meine Eltern. Sie hat nur bei mir geschnurrt. Sie war das liebste, das ich hatte. Meine beste Freundin. Ich bestand sogar darauf, dass das Katzenklo unten neben dem Gästeklo stand, damit wir gemeinsam draufgehen konnten. Hat sogar ein paar Mal geklappt haha... Sie liebte Thunfisch und Ei. Sie war eine richtige Dame, eine kleine Königin, die stolz durchs Haus ging. Später folgten noch viele Katzen und Hunde, unser Haus war ein Tierparadies! Der große Garten war ein Traum... Schildkröte, Meerschweinchen, Kaninchen. Alles war dabei. Aber richtig angenommen wurde er von den anderen Fellnasen erst, wenn Susi ihr okay gab. Sie war die Hausherrin und musste den Frischling immer erst absegnen.  
Als ich 19 wurde war sie schon eine Oma. Ich kam eines Tages heim und konnte sie nicht finden. Ich rief sie, aber sie kam nicht. Ich rannte irgendwann durch den Garten. Ich wusste, Katzen gingen auch weiter weg und jagten, aber ich kannte meine Katzen. Sie kam, wenn ich rief - 15 Jahre lang. 
Irgendwann fand ich sie unter einem Busch liegend. Ich hob sie hoch. Das erste Mal kam sie nicht. Ich begann zu weinen und ging mit Susi zu Mama. 
>Schatz, wieso weinst du?<
>Mama, Susi ist krank.<
>Sie sieht doch gesund aus!<
>Sie wird sterben!<
>Ach Blödsinn! Wieso denn?<
Ich konnte es nicht erklären. Es war ein Gefühl. Ganz tief in mir. Ich fuhr zum Tierarzt, aber er sagte, alles wäre okay. 
Ein paar Tage später schwoll eine ihrer Pfoten an, sie wurde ganz dick. Ich fuhr wieder zum Arzt. Er meinte, es wäre eine Entzündung, gab ihr Antibiotika. Susi aß nichts mehr - und ich war nur am weinen. 
An einem Tag kam ich von der Schule heim. Unter der Treppe stand ein großer Schrank, auf dem sie oft schlief. Ich sagte zu ihr: gleich fahren wir nochmal zum Arzt, alles wird gut! Ich streichelte ihr über den Kopf. Ich wollte nur nach oben, meine Schultasche ablegen, da hörte ich sie schreien. Diesen Schrei werde ich nie vergessen. Als ich auf der Treppe ankam, zitterte und zuckte sie am ganzen Körper und schrie. Ich hob sie zu mir, hielt sie im Arm und ich konnte nichts tun. Sie starb in meinen Armen. 

Ich hätte ihr das gerne erspart. Ich habe mich geschämt, weil ich ihr nicht helfen konnte. Weil sie mir ihr ganzes Leben so viel gegeben hat. 
Seitdem habe ich Susi und Strolch nie wieder gesehen. Und ja, ich weine noch heute, wenn ich daran denke. Tiere waren für mich immer mehr als das. Sie sind Familie, Freunde. 
Ihr fragt euch jetzt: Worauf will sie hinaus? Ich sage euch: Hättet ihr mich beobachtet, wie ich wegen dieser Funkos weine oder hätte ich nur geschrieben: Ich weine, weil diese Funkos bald rauskommen und das ernst gemeint, hättet ihr gedacht, ich spinne. Jetzt kennt ihr das Warum und ich denke, eure Sicht hat sich geändert. 
Jeder von uns trägt ganz viele Päckchen mit sich und keiner von uns weiß, wie schwer und groß sie sind. Wir sollten uns nicht zu schnell Urteile erlauben. Nie. Auch, wenn es schwer ist. 
Was Bücher damit zu tun haben? Ich denke, sie helfen uns allen irgendwie diese Päckchen zu tragen. Zu tragen und zu ertragen. Bücher helfen uns zu entfliehen oder uns zu stellen. Sie helfen uns zu vergessen oder uns zu erinnern. 

Und ich denke... das ist die wahre Magie des Lebens. Es gibt uns die Päckchen und etwas, mit dem wir sie tragen können! 

Alles Liebe, 
Eure Ava

Kommentare:

  1. Liebe Ava
    Ich kann deine Gefühle wahnsinnig gut verstehen , fühle dich ganz doll gedrückt <3

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  2. Ich habe Tränen in den Augen. In meinem Leben gab es auch so ein Wunder meinen Krümel, mit dem Unterschied das ich ihn nie wieder gefunden habe 😓.

    Nach langer Zeit (etwa 8 Jahre) hat ein kleiner schwarzer Maine Coon Kater mein Herz verzaubert. Mein Merlyn ❤ vor ein paar Tagen wurde er plötzlich schlimm krank & musste notoperiert werden. Ich habe so gelitten und gebangt. Gestern gab es endlich die Erlösende Nachricht, dass alles gut verlaufen ist. Es geht ihm wieder gut. Und trotz allem kommen mir die Tränen ❤

    Fühl dich gedrückt liebe Ava❤
    Und viel Liebe über die Regenbogenbrücke zu deiner Susi ❤

    Nicole

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  3. So schön geschrieben <3
    Mir laufen die Tränen.
    Ich kann es absolut nachvollziehen, ixh liebe Tiere auch über alles und mir graut es davor, wenn ich meine Miezen irgendwann gehen lassen muss.

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  4. Gott Ava
    ...Ich weine gerade selbst wie ein Schloßhund :( Leider ist mein Kater ebenfalls schon älter, ich gehe jeden Tag mit dem Gedanken aus dem Haus, dass er vielleicht nicht mehr da sein wird, wenn ich nach Hause komme :(
    Fühl dich ganz ganz doll gedrückt <3

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  5. Da muss ich gleich mitweinen...wunderschön und traurig zugleich ❤

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  6. Oh Ava, deine Worte sind so berührend schön und traurig. Wow. Danke für diesen Beitrag, fühl dich gedrückt! ❤

    Alles Liebe,
    Noemi

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  7. Liebe Ava,

    heute habe ich geweint. Deine bewegenden Worte waren der Auslöser. Ich fühle mit dir, weiß genau, wie sehr es schmerzt, wenn ein geliebtes Tier von uns geht. Vor drei Wochen musste mein geliebter, nervtötender, lauter, immerhungriger Kater Cody eingeschläfert werden. Ein aggressiver Keim breitete sich nach einem Hundebiss in seinem Körper aus. Noch heute bewege ich mich in der Wohnung vorsichtig bei Nacht, aus Angst über ihn zu stolpern. Aber da ist niemand mehr, über den ich stolpern könnte. Niemand mehr, der mich nachts weckt, weil er fressen will. Niemand, der es sich laut schnurrend in meinem Bett gemütlich macht. Die Stille, die seit seinem Fortgang in eine andere Welt herrscht, ist unerträglich. Nach Hause zu kommen, bereitet mir seitdem keine Freude mehr. Jeden Tag, wenn ich die verlassene Wohnung betrete, überkommt mich der Schmerz von Neuem. Viele Leute verurteilen mich wegen meiner - in ihren Augen - abnormalen Liebe zu Tieren. Aber Cody war mehr als ein Tier. Er war mein Freund, ebenso wie deine Susi für dich. Ich wünschte mir um seinetwillen, dass er älter als fünf Jahre geworden wäre.

    Du hast Recht. Jeder von uns hat ein Päckchen zu tragen, und Bücher geben auch mir die Kraft, die Hoffnung nicht zu verlieren. Denn egal wie grau und trist einem das Leben in einem Moment vorkommen mag, so schillernd und bunt kann es im nächsten sein.

    Ich hoffe sehr, dass unsere verstorbenen Fellnasen irgendwo gemeinsam auf flauschigen Wolken herumtollen, und wünsche dir die Kraft, deine Päckchen weiterhin zu tragen.

    Liebe Grüße
    Violetta

    http://wispertraeume.blogspot.de/

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  8. Liebe Ava, fühle dich gedrückt. Ich kann dich sehr gut verstehen, mussten wir uns doch dieses Jahr nach 14 Jahren von meinem geliebten Kater Linus trennen. Er hatte schon seit Jahren Niereninsuffizienz und dieses Jahr kam dann noch akutes Organversagen dazu. Also habe ich ihn in der Tierklinik von seinen Qualen erlösen lassen. Und obwohl es ihm ein paar Tage richtig schlecht ging, hat er mich sogar noch am letzten Tag mit einem "Miau" begrüßt, auch wenn er kaum noch laufen konnte.
    Ich kann dich also gut verstehen. Und auch ich sehe täglich irgendwelche Kleinigkeiten, die mich an meine Fellnase erinnern. Aber ich weiß, dass er ein gutes Leben bei mir hatte, und deswegen fällt es mir leichter, solche Dinge zu betrachten.

    Liebe Grüße,
    Melanie

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  9. Danke, dass du diese schönen und auch zugleich sehr sehr traurigen Erinnerungen mit uns geteilt hast ❤
    In jeder deiner Worte kann man den Schmerz, über deinen Verlust spüren und ich kann ihn absolut nachvollziehen.

    Auch wenn es nur ein kleiner Versuch des trostes ist...sie ist und bleibt in deinem Herzen und sie hat deine Liebe gespürt...immer.

    Ich umarme dich liebe Ava ❤

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  10. Danke, dass du diese schönen und auch zugleich sehr sehr traurigen Erinnerungen mit uns geteilt hast ❤
    In jeder deiner Worte kann man den Schmerz, über deinen Verlust spüren und ich kann ihn absolut nachvollziehen.

    Auch wenn es nur ein kleiner Versuch des trostes ist...sie ist und bleibt in deinem Herzen und sie hat deine Liebe gespürt...immer.

    Ich umarme dich liebe Ava ❤

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  11. Tiere sind so toll. Und oft die besseren Menschen. Und vor allem richtig gute Freunde.. ❤

    LG Nicci Trallafitti

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  12. Ach Schatz...ich kann das so gut nachempfinden 💖
    Fühle dich gedrückt

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  13. Hallo Ava,
    da kann ich dich sehr gut verstehen. Erinnerungen bleiben - ein Leben lang 💖 Tiere sind genauso Familie und so ein Verlust ist schlimm 😢 Aber auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke ist dein Schatz nicht allein. Ich knuddeln dich mal ganz dolle
    Liebe Grüße
    Petra

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  14. Dein Beitrag bewegt mich sehr ��

    Mir wird dieser Weg noch bevor stehen. Meine Katze ist 16 Jahre alt.
    Tiere sind so wertvoll und sie geben uns so viel.
    Ich mag meine beiden Süßen nicht mehr missen.
    Ich finde, du hast deiner Susi alles gegeben, was in deiner Möglichkeit stand. Und du hast sie auf ihrem Weg über die Regenbogenbrücke begleitet.
    Auch wenn es sich schwer anfühlt, aber deine schöne Erinnerung an sie und eure gemeinsame Zeit bleibt für immer.

    Fühl dich gedrückt ��

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  15. Guten Morgen liebe Ava,
    du wirst deine Susi nie im Leben vergessen und das du sie immer im Herzen trägst ist für sie im Katzenhimmel wohl das Schönste.
    Sie hat dir viel gegeben, du aber auch ihr.
    Und so hatte sie ein schönes Leben im Kreis deiner tierlieben Familie.
    Der Tod lässt sich nicht aufhalten.
    Aber sie wird immer in deinem Herzen weiter leben.

    Ich kann deine Tränen gut verstehen <3

    Liebe Grüße
    Sonja

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  16. Das kann glaube ich jeder verstehen

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  17. Jetzt weine ich mit <3 Ich denke jeder kann das nachvollziehen. Jeder hat schon jemanden oder etwas verloren, was er geliebt hat. Es ist der Lauf des Lebens, aber immer wieder schlimm. Man gewöhnt sich nie daran...

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  18. <3
    oh man mir stehen schon die Tränen in den Augen.
    ... fühl dich gedrückt.

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  19. Da muss ich sogar weinem, da es so rührend ist und ich genau weiß was du meinst. Ist nur immer schade, dass es Menschen gibt die Urteile Fällen ohne Rücksicht auf Verluste. Hauptsache den Mund aufgemacht und geurteilt, anstatt mal zu fragen wie es einem geht oder was bei einem so los ist. Kann man nur sich seins denken und gut is. Bist einfach toll Ava und sprichst mir mit so vielen Dingen aus der Seele��

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  20. Ich hatte leider in meiner Kindheit deutschen nie Tiere, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, von Deinem Schreiben her, wie es Dir ging, als Deine jahrelange Begleiterin in Deinen Armen verstarb.

    Du hast Recht....wir alle haben unser Päckchen zu tragen.
    Aber es ist keine Schande, zu weinen....im Gegenteil...manchmal muss das sein, um an seinen eigenen Gefühlen nicht einzugehen.

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  21. Hallo Ava,

    seltsam was manchmal im Leben passiert. Uns erging es mit unserem Zwergkaninchen genau so. Er atmete über Tage hinweg schwer und obwohl wir beim Arzt waren, starb er an Altersschwäche, in den Armen meines Mannes. Ich habe meinen Mann nur zweimal weinen sehen, in den dreizehn Jahren, wie wir zusammen sind. Doch da brach es aus ihm heraus.

    Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass er auf ihn wartete und er hob ihn wirklich aus dem Käfig, nahm ihn in die Arme, er fiepte und starb. So grausam wie ein solcher Moment erscheint, so dankbar sollte man sein. Selbst wenn es schrecklich klingt, aber dieses Geschöpf wollte nicht alleine sein, es wollte bei seinem liebsten Menschen einschlafen. Damit der Mensch auch weiß, dass es nicht einfach verschwunden ist.

    Trösten kann dich in einem solchen Augenblick niemand und ja, Du darfst wegen einer Puppe weinen. Schau und so viele lasen Deinen Beitrag bis zum Schluss!

    Liebe Grüße

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  22. ich finde es toll und wichtig weinen zu können, weil es die wichtigkeit eines wesens und die tiefe verbundenheit zu ihm wiederspiegelt...
    und auch das mit den büchern ist wahr... und dennoch gibt es manchmal momente wo man zu viele päckchen auf einmal zu schleppen hat, das es einem nicht mal mehr möglich ist dank bücher in eine schöne welt abzutauchen, weil man keinen freien kopf hat, weil sich ständig gedanken dazwichen schieben und einem die sicht vernebeln, die einen die schöne anders welt nicht mehr sehen lassen...
    mein letztes jahr war so eines, ein wirklich hartes, ein jahr der ewigen abschiede, eines was zeigt wieviel man aushalten kann, wenn man muß...
    der erste ewige verlust war der meines geliebten findus... ich hab gewußt das irgendwann der tag kommen wird, weil er seine freiheit geliebt hat und es war ok für mich, katzen und kater sollen für mich nun mal kein dasein in gefangenschaft führen müßen... und dann kam der abend an dem er seit zwei tagen nicht heim gekommen war und wie du schon sagst man fühlt das einfach, ich wußte er wird nicht mehr kommen, mein mann ist ihn dann suchen gefahren und hat ihn gefunden... "hohl ihn her, hohl ihn her, bitte hohl ihn her..."... ich weiß nicht ob ihn ein auto erwischt hat, er sah zum glück nur so aus als würde er schlafen... ich wer nie die momente vergessen die wir zusammen hatten, mein schmusetiger, wir haben jetzt wieder eine neue katze, weil ich einfach tiere im haus brauche, das macht alles viel lebendiger, aber jessi ist nicht so verschmust sie würde nie auf den gedanken kommen sich auf meine brust zu legen...
    der zweite schwere un erwartete verlust war dann der das eine alte frau verstorben ist bei der ich immer einmal die woche und ihr immer geholfen hab, ich hatte mich veraschiedet weil wir hoch zu meinen eltern gefahren sind, wir haben noch so viel erzähl gehabt sie hatte sich endlich von ihrem leiden erholt gehabt und es ging ihr so gut... eine woche später kommen wir heim und im briefkasten lieg einer der briefe bei denen man gleich am umschlag erkennt das er keinen guten inhalt hat... und auch an diese gute seele erinnere ich mich gern mit tränen in den augen...
    und weil ja bekanntlich alle guten dinge 3 sind, mußte ich letztes jahr dann auch noch den schlimmsten verlust irgendwie verkraften, montag ist nun schon ein jahr her, ein jahr, ich hör jetzt noch das telefon um 7.00 uhr klingeln und schreck aus dem bett hoch und renn ganz schnell hin... "papa hat´s geschafft..." seit dem ist kein tag vergangen an dem ich nicht an ihn gedacht hab, ja er muß nun nicht mehr leiden, aber da wird immer ein loch sein wo er mal war... manchmal denk ich er läßt sicherstellen as wir ihn nicht vergessen, neulich auf dem weihnachtsmarkt gab´s einen otto zu trinken und ich sagte zu meiner ma mit tränenerweichter stimmt "komm lass und einen trinken für ihn..." oder wir sitzen im warteraum bei der logopädin und die andere mutter erklärt grad ihrem sohn otto das er die sachen schnell noch wegräumen soll, ja da hab ich schon geschluckt und die tränen weggedrückt... aber ich würde ihn auch ohne die kleine zufälle nie vergessen... die zeit heilt keine wunden , aber sie läßt den schmerz weniger werden und die schlechten bilder verblassen... ich werd nie vergessen, das er sich so gewünscht hat nochmal einmal weihnachten mit uns zu feiern und diesen harten kampf dann einfach nicht gewinnen konnte... ich hab im letzten jahr so viel verloren... und bin froh das ich in diesem jahr wieder zum lesen gekommen bin...

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  23. <3 Ich denke, dass uns Bücher dabei helfen, liegt daran, dass in ihnen und durch sie für uns das Warum eine Rolle spielt. Wir wollen wissen warum, deshalb lesen wir. Oder zumindest ich. Weil es alle außerhalb der Seiten manchmal nicht zu interessieren scheint. Ein wunderschöner Post, der mich wie offenbar viele andere zu Tränen gerührt hat.

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  24. Hallo Ava,

    ich habe bei deiner Geschichte geweint, denn es erinnert mich alles so sehr an meine Katze Susi. Ja, sie hieß auch so und hat mit mir Bett und Essen geteilt. Ich habe sie so sehr geliebt. Sie brachte mich zur Schule, holte mich ab, passte auf mich auf und half mir immer wenn ich krank war. Sie war morgens mein Wecker, damit ich nicht verschlafe ... Ich vermisse diese gute kleine wollige Seele sehr. Sie brachte mich zum Lachen und war immer für mich da. (Ich weine gerade als ich diese Zeilen schreibe, weil Susi mir so sehr fehlt)
    Ich kann sehr gut verstehen, wie es dir gerade geht. Denn mir geht es bei diesen Funkos genauso. Fühl dich gedrückt und verstanden.

    Alles Liebe
    Alex C.

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  25. Oh Ava, fühl dich von mir gedrückt! ♥
    Deine Geschichte hat mich zu Tränen gerührt, weil meine Katze (Nala, wegen König der Löwen) auch Anfang des Jahres gestorben ist und sie gerade in letzter Zeit sehr anhänglich war.

    Tiere sind etwas ganz wundervolles. Wie du sagst: Sie sind Familie!
    Deshalb ist es so schwer. So vieles erinnert uns an sie.

    Ich bin in Gedanken bei dir!
    Liebste Grüße
    Kate ♥

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  26. Ach jetzt musste ich auch weinen! Ich versteh dich so gut, mein Hase war auch bis vor einem Jahr unglaubliche 11 Jahre an meiner Seite und keiner hat verstanden wie es ist ein Tier zu verlieren. Es tut mir so leid für dich, aber Susi lebt in deinem Herz weiter und beschützt dich als kleine Glückskatze vom Himmel aus :) <3

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Ich freue mich über jeden Kommentar und Smiley... über Glitzerstaub und Liebe :D