[Rezension] Palace of Glass - C.E. Bernard

Montag, 9. April 2018

Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.



Ich spanne euch nicht lange auf die Folter. Selbst, wenn ich wollte, könnte ich es nicht. Dieses Buch ist ein Jahreshighlight, ein Herzensbuch, ein Lieblingsbuch. KAUFT ES! LEST ES! LIEBT ES! 

Ich würde euch jetzt gerne hundert Gründe nennen, warum das Buch besonders ist und warum ihr es lesen solltet, aber das werde ich nicht tun. Stattdessen möchte ich, dass ihr einfach mitlest, wie ich dir, Christine (der Autorin), versuche zu sagen, was ich an deinem Buch so liebe. 
Liebe Christine, dein Buch ist wundervoll. Es war Liebe auf die ersten Zeilen und irgendwie nicht. Klingt wie ein Paradoxon, ist es aber nicht. Ich sah dein Buch und ich verliebte mich in das Cover, in den Titel, in die Idee. Ich schlug es auf und verliebte mich erneut. In deinen Schreibstil und in Rea. Ich verliebte mich in das Gefühl, das ich hatte, und das richtig war: Dieses Buch wird besonders, du wirst jede Zeile genießen, jeden Charakter und jede Emotion, die mitschwingt. Und ich behielt recht. Einige Seiten später hat es richtig Klick gemacht und ab da gab es kein Zurück. Ich war Teil deines Buches, Teil deiner Idee und all deiner Fantasie. Dafür danke ich dir.

Du schreibst fließend und gewandt. Wenn man deine Worte liest, möchte man die Augen schließen, weil es so wundervoll klingt und sich auch so anfühlt. Weil sie lebendig werden. Natürlich geht das nicht - lesen mit geschlossenen Augen funktioniert eher schlecht als recht. Doch letztlich hast du genau das mit mir gemacht. Wir schließen die Augen beim Küssen und beim Träumen, wir schließen sie, wenn wir genießen. Wenn wir das wirklich Wichtige sehen wollen. Du hast das mit deinen Worten geschafft. Sie waren wie ein Zauber.

Und als wäre das nicht genug beschreiben deine Worte diese unfassbare Idee, diesen grandiosen Gedanken. Schöne Worte und eine gute Idee. Manchmal bleiben sie das, weil sie nicht gut zusammengefügt werden. Aber wenn doch - wenn sie sich perfekt ergänzen, entsteht meist etwas Großes. Dein Buch ist so etwas. Zumindest für mich. Deine Worte haben deine Geschichte lebendig werden lassen, sie waren je ein Teil des anderen. Du hast eine Zukunftsvision erschaffen und sie so erzählt als wäre sie wahr. ICH habe geglaubt es wäre wahr. Ich war dabei, ich war ein Stück deiner Geschichte. Ich war mittendrin. Sie war durchdacht, klug, verwinkelt, emotional und voller Gegensätze. Sie war ein großes Kunstwerk - nein, sie ist es. Sie zeigt schwarz und weiß und eine ganz Welt dazwischen.

Ich hatte Angst. 
Ich habe gehofft, geliebt und gelitten. 
Ich habe gekämpft. 

ICH HATTE SO OFT GÄNSEHAUT oder HABE DIE LUFT ANGEHALTEN! 

Jeder deiner Charaktere war für mich unperfekt perfekt. Er war authentisch. Was ich am meisten liebte war wohl, dass fast jeder von ihnen mehr war als ich zu Beginn glaubte. Mehr und irgendwie anders. Du hast Fäden gesponnen und Blickwinkel gedreht, Emotionen explodieren lassen.
Ich liebe Blanc. Das wollte ich dir sagen. Er ist mein Liebling.

Danke für Rea. Dafür, dass sie stark ist und schwach zugleich. Dass sie weiß, wer sie ist und sich nicht verbiegen will. Dass sie kämpft. Dass sie anders ist. Rea ist einer der besten, klügsten und dreidimensionalsten Charaktere, denen ich je begegnet bin. Und ich kann kaum erklären warum. Es war als würde man sie kennenlernen, ganz einfach so. Ohne Mühe, ohne viel Erzählung. Es war ein Verständnis, das ich nicht erklären kann.

Ich hatte Gänsehaut als Rea zu Beginn des Buches von den Seidenbändern sprach. Von dem roten, das nun nicht mehr dort hängt ... Ich hatte Angst als sie sie abholten. Ich habe ihre Ängste gespürt, aber vielmehr noch ihre Bedürfnisse. Der Drang, etwas zu berühren - jemanden - er hat sich auf mich übertragen. Wie wäre es, in einer Welt zu leben ohne Berührungen?

Danke, dass ich ein Teil deiner Geschichte sein durfte. Danke, dass du sie geschrieben hast. Ich kann den zweiten Teil kaum erwarten. Dein Buch, deine Geschichte, aber vor allem deine Charaktere haben einen Platz in meinem Herzen gefunden. Alles war so INTENSIV! So voller Tiefe. Alles war greifbar - emotional und logisch. Und so oft habe ich mir gesagt: Alles kann falsch und alles kann richtig sein, je nachdem welche Perspektive man einnimmt. Was also ist falsch und was richtig?
... und wer hat das Recht, das zu bestimmen?

Christine, du hast einen neuen Fan.

Ich muss euch nicht einhundert oder zehn Gründe nennen, warum ihr dieses Buch lesen solltet. Nein, einer reicht: Ihr werdet es bereuen, wenn ihr es nicht tut ;) 




Kommentare:

  1. Wow Aava....eine wunderbare Rezension- Danke dafür!!��

    Das Buch steht schon längst auf der Wunschliste und im Mai gehört es mir... ich habe es nämlich meiner besten zu Ostern geschenkt...diede hat es jetzt doppelt und schwupps gehört es mir xD Im Mai sehe ich meine beste zur LLC Berlin und dann kann auch ich es endlich lesen!:) hoffentlich halte ich es so lange aus ����

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  2. Liebe Ava,

    ein toller Brief, den du da verfasst hast. Ich lese das Buch gerade und finde meine Gedanken in deinen wieder. Allein der Satz "Es war Liebe auf die ersten Zeilen und irgendwie nicht" trifft es genau. Ich habe ein wenig gebraucht, um richtig in die Geschichte reinzukommen, aber sobald man drin ist, möchte man nicht mehr aufhören!

    Liebe Grüße,
    Janika

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  3. Liebe Ava,

    ihr macht mich echt fertig haha überall sehe ich und lese ich von diesem Buch. Eigentlich wollte ich es nicht kaufen, da ich mir nicht ganz sicher bin, dass es mir gefallen würde, aber ihr macht mich einfach alle so unglaublich neugierig, ich glaube ich muss es mir dann doch demnächst mal zulegen :-)

    Eine wunderschöne Rezension. Ich habe sie zwar nur überflogen, aber man merkt richtig, wie begeistert du von dieser Geschichte bist.

    Liebste Grüße
    Ivy

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  4. Hallo Ava,

    ein wahnsinnig toller Beitrag und als ich das Buch in Leipzig sah, musste ich es mir ebenfalls sofort kaufen. Und ich hatte sogar das Glück Christine bei der SERAPH-Verleihung kennenzulernen und mir ihr Buch signieren zu lassen.

    Die anschließende Lesung und nun dein "Liebesbrief" hat mich noch neugieriger gemacht.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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  5. Hat mir Spaß genmacht deine Rezension zu lesen! Die Geschichte klingt wirklich spannend und das Cover sieht schon wunderbar aus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Joel von Büchervergleich.org

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  6. Deine Rezensionen sind immer etwas ganz Besonderes! :)

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